Westfälische Nachrichten (von Astrid Springer)

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Die Profilkursschüler des sechsten Jahrgangs an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln präsentierten stolz das Ergebnis eines halben Jahres Arbeit: Eine Tempelstadt aus Gips und jede Menge Kartonmodelle, die noch zu einer mediterranen Stadtlandschaft zusammengefügt werden sollen. Foto: Astrid Springer

Anders als im bekannten Pop-Song von Adil Tawil und Cassandra Steen sind die Stadtlandschaften der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln nicht aus Glas und Gold; Gips und Karton erfüllen aber ebenso ihren Zweck: Unter fachkundiger Anleitung von Künstlerin Birgid Hoffeld hat der sechste Jahrgang im vergangenen Halbjahr eindrucksvolle Architekturmodelle gebaut.

Sophia und Cornelia arbeiten eifrig an den Kirchenfenstern, die Auslassungen haben sie bereits mit einem Teppichmesser aus dem Karton herausgearbeitet. Nun wollen sie die Fensterläden anbringen. Rund ein Dutzend Schüler arbeitete vergangenen Montag eifrig an einer Kartonagenstadt, die, wenn sie einmal fertig ist, einer mediterranen Felsenstadt ähneln soll.

Projektleiterin und Kuenstlerin Birgid Hoffeld hilft gern Sophia Montilla Ottaiano und Cornelia Wanat moechten Fensterlaeden an ihrem Kirch
Projektleiterin und Künstlerin Birgid Hoffeld hilft gern: Sophia Montilla Ottaiano und Cornelia Wanat möchten Fensterläden an ihrem Kirchenmodell anbringen. Foto: Astrid Springer

Das Thema Städtebau gab die Schule vor, Inspiration für die Umsetzung der Projekte holt sich Hoffeld aus dem Internet. Die Materialien sammelt die Künstlerin dabei weitgehend selbst, für das Städtebauprojekt hatte sie im Vorfeld rund zweihundert Pappkartons gesammelt. Besonders stolz ist der Kunst-Profilkurs auf eine großzügige Stadtlandschaft aus Gips: unzählige weiße Säulen und Kuppeln, die zuvor in Pralinenförmchen und andere Verpackungen gegossen worden waren, fügen sich zu einer eindrucksvollen, architektonischen Anlage zusammen, die an Maya-Tempel und die Akropolis erinnern.

Den Kunst-Profilkurs an der Gesamtschule betreut Hoffeld inzwischen zum zweiten Mal. Zuvor war die Künstlerin, die ihr Atelier in Westerkappeln hat, bereits an der Gesamtschule in Ibbenbüren Kunstprojektleiterin.