Bussicherheitstraining

Wenn die Schule vorbei ist, kennen die Kinder kein Halten mehr. Nicht selten wird an den Haltestellen gedrängelt und geschubst. Schließlich möchte doch jeder Erster im Bus sein. Aber kommt man eigentlich schneller in den Bus, wenn man drängelt oder wenn man in Ruhe nacheinander einsteigt? Und was passieren eigentlich, wenn ein Linienbus über einen Kinderfuß rollt oder wenn Buspassagiere sich bei der Fahrt nicht festhalten? Diese und einige andere Fragen konnten die Schülerinnen und Schüler aus zwei Klassen der Jahrgangsstufe 5 der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln nun praxisnah im Rahmen eines Bussicherheitstrainigs erproben und beantworten.

Neben den Buspaten ist das Bussicherheitstraining ein weiterer Baustein im Buskonzept, mit dem die Gesamtschule in Kooperation mit dem Regionalverkehr Münsterland (RVM) das Bewusstsein für Gefahrenquellen schärfen und die Situation an der Bushaltestelle entschärfen und enstpannen möchte.

Bussicherheitstraining

Susanne Schepers, Projektleiterin der RVM-Busschule, begann jeweils mit einem Theorieteil im Klassenraum der Klassen. Sie skizzierte die Haltestelle an der Tafel und wies immer wieder auf Gefahrenstellen hin. Anschließend ging es gemeinsam mit Jacken und Schultaschen an die Bushaltestelle, um mit einem Linienbus Praxiserfahrungen zu sammeln. Zu Beginn des Kurses forderte die Projektleiterin jedoch die Kinder auf, genau das zu tun, was sie eigentlich nicht tun sollten: Drängeln. Dabei stoppte sie die Zeit, bis alle im Bus waren: 45 Sekunden. Nächste Aufgabe war es, ohne zu drängeln, geordnet einzusteigen. Hierbei wies sie darauf hin, dass es wichtig sei, ein gutes Verhältnis zum Busfahrer zu haben und ihn beim Einstieg in den Bus zu begrüßen. Nach 35 Sekunden waren alle im Bus. „Die Sicherheit ist immer wichtig beim Busfahren“, sagte Schepers. 

Etwas später, nach einem geordneten Ausstieg, konnten die Schüler von der Bushaltestelle aus zusehen, wie der Bus mit seinem Tonnengewicht eindrucksvoll eine Kartoffel zermatschte, die zuvor keiner auch nur ein bisschen eindrücken konnte. So erfuhren die Schüler, wie gefährlich es ist, sich einem rollenden Bus zu nähern.

Bussicherheitstraining

Begleitet wurde dass Bussicherheitstraining von den Buspaten des 10. Jahrgangs, auf deren wichtige Funktion Frau Schepers immer wieder hinweis: "Ihr habt Glück, dass ihr Buspaten habt, die euch beim Einstieg helfen! So ist die Situation hier an der Haltestelle für euch viel sicherer und ihr kommt schnell und ohne Drängeln in den Bus!"