Westfälische Nachrichten, 15.11.2017 (von Araann J. Christoph)

Viertklässler zündeln mit den Lehrern

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„Wir haben Feuer, was sollen wir jetzt machen?“, rufen einige Jungs. „Erstmal freuen“, antwortet Lehrer Kai Schröter. Denn mit einem Feuerstein und einem Metallstäbchen ein Feuer zu entfachen, ist gar nicht so einfach. Das stellten auch die Viertklässler fest, die am Dienstag zum ersten „Forschertag“ der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln gekommen sind.

Über 50 Mädchen und Jungen aus umliegenden Grundschulen hatten sich für die Veranstaltung angemeldet, um sich ein Bild der Schule und des Unterrichts an der weiterführenden Schule zu machen. Dafür hatte sich das Kollegium Folgendes ausgedacht: In drei Werkstätten konnten sich die Grundschüler mit Geschichte, Naturwissenschaften oder Robotik auseinander setzen, erzählt Lehrerin Judith Liedtke.

Bei der Werkstatt Geschichte im Garten des Schulzentrums ging es um die Entwicklung zum heutigen Menschen. Mit Feuerstein und Feuerstahl zu hantieren, klappt schon ganz gut. Angeleitet von Kai Schröter und einem Team aus Freiwilligen aus den siebten und achten Klassen schaffen es die Grundschüler, Funken zu erzeugen. Die Funken müssen in eine Schale voll Brennmaterial und Zunder fliegen, damit ein Feuer entsteht.

„Jetzt sehen wir aus wie der Kollege da drüben“, sagt Schröter und deutet auf ein Schild mit der Abbildung eines haarigen Ur-Menschen, dem Homo habilis – dem geschickten Menschen. „Aber wir wollen ja aussehen wie der da“, fügt der Lehrer hinzu und deutet auf ein Schild mit dem Homo sapiens, also dem heutigen, modernen Menschen. Die Kinder stimmen begeistert zu. So macht der Geschichtsunterricht Spaß.

Bei der Werkstatt Naturwissenschaften wird es chemisch. Ausgerüstet mit Schutzbrillen stehen die Mädchen und Jungen um eine Reihe von Petrischalen und Reagenzgläsern herum. Das Gemüse darin ist Rotkohl. „Aus Rotkohl kann man mit verschiedenen Basen Blaukraut machen“, erklärt Schüler Leander, der Lehrer Dr. Jörg Nordmann bei der Werkstatt hilft. „Und aus Blaukraut kann man Rotkohl machen, indem man eine Säure dazu gibt.“ Mit großem Interesse verfolgen die Mädchen und Jungen, wie sich die Farbe des Kohls ändert.

„Was schön zu sehen ist, ist der Dialog zwischen den Schülern und dass es so ohne Eltern zur ersten Berührung mit den Experimenten kommt“, sagt Nordmann. „Und für die Schüler ist es mal schön, in die Lehrerrolle zu schlüpfen.“

So auch bei der Werkstatt Robotik. Zusammen mit älteren Schülern sitzen die Gruppen vor den Laptops und programmieren die Befehle für die Lego-Roboter. Ob das einfach ist ? „Geht so“, sagt eine Grundschülerin. Aber die Achtklässlerin Jule erklärt den Programmierungsprozess mit einfachen Worten. Und nach einiger Zeit klappt es auch, den Robotern Befehle zu geben.