Westfälische Nachrichten vom So., 18.12.2016

„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“

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Foto: Gesamtschule Lotte­-Westerkappeln

Westerkappeln - Präsentierten zum Schluss ihre Projektarbeiten: Die Schüler des Jahrgangs 7 der Gesamtschule Lotte­Westerkappeln. Diese Unterrichtsform ist an der Schule neu strukturiert worden. An der Gesamtschule Lotte-­Westerkappeln ist der Projektunterricht neu strukturiert worden.

Die erste Runde ist jetzt beendet. Die Schulleitung zieht eine positive Bilanz. Und auch die Schüler seien mit Kopf, Herz und Hand dabei, teilt die Schule mit. Statt spezielle Projektwochen zu veranstalten hat die Gesamtschule Lotte­Westerkappeln seit diesem Schuljahr den Projektunterricht in das bestehende Konzept der individuellen Förderung integriert. Darauf weist die Schule in einer Pressemitteilung hin. So findet im Jahrgang 7 nunmehr wöchentlich ein vierstündiger Projektunterricht statt, in dem die Schüler unterschiedliche Projekte zu einem Oberthema wählen können.

Nach dem ersten Abschnitt zieht die Schulleitung jetzt eine nach eigenen Angaben „überaus positive“ Bilanz. „Die Kinder bringen so viele Interessen und Begabungen mit – wir müssen ihnen als Schule nur noch den Raum und die Zeit dafür geben, diese zu entfalten“, berichtet Schulleiter Manfred Stalz. „Der Projektunterricht ist eine ideale Möglichkeit, schulisches Lernen und Kompetenzvermittlung in Einklang zu bringen mit dem Engagement der Schülerinnen und Schüler.“ Die Kinder, so heißt es in der Mitteilung weiter, seien begeistert von dieser Art des schulischen Lernens, bei dem Kopf, Herz und Hand gleichermaßen angesprochen würden. 

„Stadt und Land“ – so lautete das erste Oberthema für insgesamt sechs unterschiedliche Projektgruppen. Eine Gruppe führte dabei mit Hilfe einer speziellen Software eine Umfrage zum Thema „Wo lebt es sich besser?“ durch, eine andere untersuchte, wie sich verschiedene Tiere an das Leben in der Stadt und auf dem Land angepasst haben. Die ganz Sportlichen probierten die Modesportart Parcours aus, bei der auf kunstvolle Art Hindernisse der Stadt als sportliche Herausforderung angesehen werden. Die Kunstinteressierten lernten das zeichnerische Gestalten von Perspektiven mit Hilfe von Stadt­ und Landschaftsbildern. Und wer ein Faible für Geschichte hat, konnte selbst ein mittelalterliches Stadtspiel erfinden. Schließlich gab es noch eine Gruppe, die sich mit dem gerade für diese Region wichtigen Thema Landwirtschaft und Ernährung intensiv
beschäftigte. 

Möglich wurde diese neue Form der regelmäßigen Projektarbeit nach Angaben der Schule dadurch, dass die vier Fächer Kunst, Sport, Religion und Gesellschaftslehre eine ihrer wöchentlichen Fachstunden in das Projekt investieren. Etwa alle zehn Wochen soll es ein neues Oberthema geben, das nächste lautet übrigens „Ich und die Anderen“. Am Ende eines Projektzyklus’ präsentieren die Gruppen ihre Arbeit den Schülern und Lehrern des gesamten 7. Jahrgangs in der Aula der Gesamtschule.