Sozialtraining an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln fördert das Miteinander Presseartikel WN vom 28.05.2015

Die Gesamtschule Lotte-Westerkappeln versteht sich als Teamschule, da nur durch Zusammenarbeit die hohen Ansprüche und Ziele einer Schule des gemeinsamen Lernens verwirklicht werden können. Aus diesem Grund hat jede Klasse 2 Klassenlehrer. Diese beiden Lehrer begleiten die Klasse 6 Jahre lang und können so feste Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden aufbauen. Alle Lehrer eines Jahrgangs bilden zusammen das Jahrgangsteam. In diesem Team werden Absprachen über den Unterricht und pädagogisches Handeln getroffen.

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Sternchen an der Tafel gibt es, wenn die Einhaltung der Regeln geklappt hat. Foto: privat

Das aktuelle Jahrgangsteam 5, welches zur Zeit ja noch das gesamte Kollegium der Gesamtschule umfasst, hat sich dazu entschlossen, den Teamgedanken auch innerhalb der Klassengemeinschaft zu festigen. Damit sich alle Schüler -nach ihren Möglichkeiten- im Unterricht einbringen können, führen die Klassen regelmäßig ein Sozialtraining durch. Hier stehen Gruppenprozesse und Gruppenergebnisse im Vordergrund. An einem ganzen Schultag erproben die Klassen ihre Teamfähigkeit. Das können Aufgaben sein, wie das Bauen eines Turmes oder die Entwicklung eines Brettspiels. Wichtig ist dabei immer, die Prozesse zu reflektieren. Was hat gut geklappt? Woran müssen wir als Gruppe noch arbeiten? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen?

Ein neues Konzept, welches den Teamgeist der ganzen Klassengemeinschaft fördern soll, sind die Sternstunden. In diesem Konzept geht es darum, eine Klasse für gutes Verhalten – also eine Sternstunde – zu belohnen. Im Sozialtraining haben die Schülerinnen und Schüler selbst Regeln aufgestellt, die eingehalten werden müssen, damit eine Unterrichtsstunde eine Sternstunde werden kann. Eine in vielen Klassen genannte Regel besagt, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Materialien dabei haben. Die Kinder einer Tischgruppe erinnern sich dabei gegenseitig an die Einhaltung der Regeln. Dabei spielen auch kleine Denkzettel eine Rolle, die sie sich gegenseitig auf die Tische kleben, wie z.B. „Liegen alle Unterlagen auf dem Tisch?“.

Wenn die Einhaltung der Regeln geklappt hat, wird ein Stern vergeben, welcher an eine Sternentafel gehängt wird. Eine bestimmte Anzahl an Sternen kann dann für eine Belohnung eingelöst werden. Innerhalb einer Klassenratsstunde entscheiden die Kinder gemeinsam, wofür die Sterne eingelöst werden.

„Wir als Kollegium hoffen, dass die Sternstunden dazu führen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler noch mehr gegenseitig unterstützen und dies die Klassengemeinschaft festigt“, so Schulleiter Manfred Stalz. „Das Konzept der Sternstunden ist kein neues, es wird an anderen Schulen ähnlich praktiziert. Wir haben es allerdings gemeinsam mit dem Jahrgangsteam und unserer Schulsozialpädagogin auf unsere Schule zugeschnitten.“

Und zugeschnitten wurde es im wahrsten Sinne des Wortes auch. Die Sternentafeln haben die Schülerinnen und Schüler der Technikkurse nämlich gemeinsam mit Lehrer Thorsten Freese geplant, gesägt und bemalt.