Sport macht nicht nur Spaß, sondern trägt auch viel zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern bei. Darüber hinaus vermittelt Sport ganz unterschiedliche Erfahrungen: sich mit Freunden messen, Leistung zeigen, siegen wollen oder einfach nur spielen und herumtollen, in Bewegung bleiben. 

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Hier lernen Kinder, an Leistungsgrenzen zu gehen und auch Niederlagen einzustecken. Hier erfahren sie Mannschaftsgeist und Fairness, Selbstvertrauen und vor allem auch gesellschaftliche Teilhabe, Integration und Akzeptanz. 

Um die Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln in ihrer Bewegungskompetenz und damit auch in ihrer Gesundheit optimal fördern und fordern zu können, führen wir zu Beginn des fünften Schuljahres einen „sportmotorischen Test“ durch.

Wir verwenden dazu den „Sportmotorischen Test“ für Nordrhein-Westfalen, welcher am Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen – Karlsruhe (FoSS) entwickelt und unter Beteiligung einer Expertengruppe an die Anforderungen in Nordrhein-Westfalen angepasst wurde.

Innerhalb der 8 Testaufgaben können die motorischen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination sowie die Beweglichkeit gemessen werden. Aus den so gewonnenen Resultaten können Rückschlüsse in zwei Bereichen gezogen werden:

  • Zum einen hilft der Test Bewegungsauffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und darauf aufbauend entsprechende Unterrichts- und Trainingsmaßnahmen optimal und individuell auf die körperlichen Voraussetzungen abzustimmen.
  • Zum anderen kann durch eine mehrmalige Durchführung dieses Motorischen Tests die Veränderung der körperlich- motorischen Leistungsfähigkeit festgehalten werden (Verlaufs-Diagnose).

IMG 0882Nachdem die Schülerinnen und Schüler in den ersten Schulwochen mit Hilfe von Sporthelfern und Praktikanten alle Aufgaben des Tests erfolgreich absolviert haben, wurden die Testergebnisse mit Hilfe einer speziellen Software ausgewertet und so eine ausführliche individuelle wie auch vergleichende Auswertung erzeugt.

Dabei war – auch für die Schülerinnen und Schüler - besonders interessant, dass kein Schüler in allen Bereichen gut oder schlecht ist. Fast immer gibt es Stärken und Schwächen. Diese Erkenntnis kann im Sportunterricht gut aufgegriffen werden und schafft Offenheit für neue Angebote. Auch kann sie ein Anlass sein, die eigene „Sportlichkeit“ und die der Mitschüler besser einzuschätzen und zu hinterfragen.

Als besondere Würdigung und Rückmeldung erhielten die Schülerinnen und Schüler von ihren Sportlehrerinnen und Sportlehrern eine Urkunde mit ihren individuellen Ergebnissen. Die vergleichenden und detaillierten Auswertungen geben den Sportlehrkräften die Möglichkeit, gezielt Schwerpunkte im Rahmen ihres Sportunterrichts zu setzen.


Zusätzlich startet noch in diesem Halbjahr ein Sportangebot in der Mittagspause, dass sich ausschließlich an Schülerinnen und Schüler richtet, die im Test nicht so gut abgeschnitten aber dennoch (oder gerade deswegen?) Lust haben, gemeinsam Sport zu treiben.