Westfälische Nachrichten, Freitag 23.10.2015

Westerkappeln/Lotte - „Dass das Interesse an den Naturwissenschaften bei unseren Schülern sehr hoch ist, hat sich spätestens bei der Festlegung der Wahlpflichtkurse in Jahrgang 6 gezeigt“, sagt Manfred Stalz, Leiter der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln. Fast die Hälfte habe sich für Bio-Chemie oder Technik-Physik entschieden.

Hoch im Kurs NW

„Dass das Interesse an den Naturwissenschaften bei unseren Schülern sehr hoch ist, hat sich spätestens bei der Festlegung der Wahlpflichtkurse in Jahrgang 6 gezeigt“, sagt Manfred Stalz, Leiter der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln. Das Wahlpflichtfach sei an Gesamtschulen ab dem sechsten Jahrgang neben Deutsch, Englisch und Mathematik ein viertes Hauptfach.

Zur Wahl standen laut Mitteilung Französisch, Spanisch, Darstellen und Gestalten, Arbeitslehre-Hauswirtschaft sowie die beiden naturwissenschaftlichen Kurse Biologie-Chemie und Technik-Physik. Von den etwa 145 Schülerinnen und Schülern haben sich laut Stalz 68 für die Naturwissenschaften entschieden.

„Neben den zwei Unterrichtsstunden im Klassenverband haben diese Kinder zusätzlich drei weitere Stunden, in denen naturwissenschaftliche Phänomene erforscht werden können“, erläutert der Schulleiter. Praktisches Arbeiten stehe hier im Vordergrund. Und da manche Experimente den Rahmen eines Klassenzimmers leider überstiegen, habe sich die Fachschaft Naturwissenschaften der Gesamtschule dafür entschieden, Experten ins Boot zu holen, sowie das Lernen außerhalb der Schule zu ermöglichen.

Als Expertin wurde Ruth Conzelmann von der Energieagentur NRW eingeladen, um mit den Schülerinnen und Schülern der naturwissenschaftlichen Wahlpflichtkurse das Projekt „KlimaKidz“ umzusetzen. Dabei experimentierten die Schüler laut Mitteilung in einer Doppelstunde rund um die Themengebiete „Klimaschutz“ und „Erneuerbare Energien“. Sie trieben Solarautos mit Taschenlampen an und bauten Wasserräder aus Teelichthüllen. Besonders eindrucksvoll war das Thema „Fliegen mit heißer Luft“, bei dem eine Teebeutelrakete gezündet wurde.

Um auch die Spanisch- oder Hauswirtschaftsschüler weiterhin für naturwissenschaftliche Experimente zu begeistern, gab es eine Woche später eine Fahrt zur Arbeitswelt-Ausstellung DASA in Dortmund, wo bis vergangene Woche die interaktive Ausstellung „Power Play“ des Heilbronner Science Centers gastierte. Gewappnet mit einem Forscherheft konnten die Sechstklässler an mehreren Stationen der Energie und ihren vielfältigen Erscheinungsformen auf die Spur kommen. An Mitmach-Objekten wurde erklärt, was Maschinen antreibt, wie etwa Wind und Wasser. An verschiedenen Spielstationen erfuhren die Schüler, welche Rolle Energie in unserem Leben spielt.

Neben dieser sehr kurzweiligen Ausstellung hatten die Klassen außerdem die Gelegenheit, die große Arbeitswelt-Ausstellung der DASA zu entdecken.

Der dritte Baustein der Forscher-Zeit im 6. Jahrgang wird in Form eines Ausfluges zur Phänomexx-Ausstellung nach Ibbenbüren gestaltet. In den Räumlichkeiten der Anne-Frank-Realschule haben Schulklassen die Möglichkeit, an über 20 Stationen das Thema „Elektrischer Strom“ mithilfe kleiner Versuche zu begreifen, erzählt Fachvorsitzende Renate Rumler.