Westfälische Nachrichten, Dienstag 08.03.2016

Lust auf neue Sprache und Kultur geweckt

France Mobil

Das FranceMobil, ein Programm des Deutsch-Französischen Jugendwerks und des Institut Français mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung und der Renault Deutschland GmbH, machte am Dienstag Station am Westerkappelner Standort der Gesamtschule. Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln - Einen Zwischenstopp an der Gesamtschule hat am Dienstag das FranceMobil mit Manon Laurine am Steuer eingelegt. Die junge Französin ist als Lektorin im Auftrag des Deutsch-Französischen Jugendwerks und des Institut Français in ganz Nordrhein-Westfalen auf Tour, um Kindern und Jugendlichen Lust auf die französische Sprache zu machen.

Egal ob „top-modèle“ oder „journaliste“, „docteur“ oder „chimiste“, viele französische Berufsbezeichnungen sehen aus wie ihre deutschen Pendants, klingen aber ganz anders. Kein Wunder, dass es ein heiteres Beruferaten wurde, als die Französischschüler des sechsten Jahrgangs der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln gemeinsam mit Manon Laurine spielerisch die richtige Aussprache übten.

Einen Zwischenstopp an der Gesamtschule legte am Dienstag das FranceMobil mit der jungen Französin am Steuer ein. Sie ist als Lektorin im Auftrag des Deutsch-Französischen Jugendwerks und des Institut Français in ganz Nordrhein-Westfalen auf Tour, um Kindern und Jugendlichen Lust auf die französische Sprache zu machen.

„Toll, dass es noch geklappt hat“, freut sich auch Rita Risse über den Besuch des FranceMobil. Die Französischlehrerin hatte sich zu Beginn des Schuljahres um einen Termin bemüht. „Ausgebucht“ hieß es zunächst, bis eine andere Schule absagte und die Gesamtschule Lotte-Westerkappeln gerne die Lücke im Terminkalender der 26-Jährigen füllte, die im südfranzösischen Toulouse zu Hause ist und für ein knappes Jahr am Institut français in Düsseldorf arbeitet.

France Mobil 2

Lektorin Manon Laurine machte den Schülern Lust auf die französische Sprache und Kultur. Foto: Dietlind Ellerich

Während das FranceMobil auf dem Parkplatz steht, versucht Manon im Klassenraum oben, den Mädchen und Jungen der Sechsten die Scheu vor der Sprache zu nehmen. Jeder der gut 20 Schüler darf pantomimisch einen Beruf darstellen, den die anderen erraten sollen. Das ist im Falle des Fotografen oder des Piloten relativ einfach, führt aber beim Präsidenten oder beim Biologen zu einer Reihe von Falschmeldungen und jeder Menge Gelächter.

So soll es auch sein. Die Kinder spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern, haben sich Deutsch-Französisches Jugendwerk und Institut Français auf die Fahne geschrieben, und Manon Laurine lässt die jungen Deutschen tief in IHR Frankreich eintauchen. Sie schwärmt von ihrer Heimatstadt Toulouse, die wegen der roten Ziegelsteine auch „la ville rose“, die rosarote Stadt, genannt wird, verrät dass Schnecken in Frankreich eine Delikatesse sind, sie selber die Weichtiere aber gar nicht mag, stattdessen lieber original italienische Lasagne isst, und überrascht mit ihrem Eingeständnis, dass sie zwar schon fünfmal in Paris, aber noch nie am Eiffelturm gewesen ist.

Auch interessierte Mädchen und Jungen der fünften Klassen kommen am Dienstag in den Genuss des spielerischen Erlernens der französischen Sprache, und Rita Risse hofft, dass sich viele zum kommenden Schuljahr für diese zweite Fremdsprache als Wahlpflichtfach entscheiden.

Den aktuellen Sechsern spricht Manon Laurine am Ende der besonderen Doppelstunde Französisch ein dickes Lob für die „très bonne prononciation“, ihre sehr gute Aussprache, aus. Das freut auch Rita Risse, die die Kids seit einem guten halben Jahr unterrichtet.